Adolf Kolping wurde am 8. Dezember 1813 in Kerpen bei Köln geboren. Er stammte aus ärmlichen Verhältnissen, und so ließ sich sein Wunsch, studieren zu können, vorerst nicht erfüllen. Er erlernte das Handwerk Schuhmacher. Als wandernder Geselle kam er mit der Not der jungen Handwerksburschen in Berührung. Diese Erfahrungen sollten für ihn in der späteren Zukunft richtungsweisend sein.
Im Alter von 24 Jahren besuchte er unter schwersten Entbehrungen das Gymnasium in Köln. Danach wurde es ihm durch großzügige Unterstützung ermöglicht, Theologie zu studieren. Im Jahre 1845 empfing er in der Minoritenkirche von Köln die Priesterweihe.
Nun begann Adolf Kolping seine Ideen, die während seiner Wanderschaft gehegt hatte, in Taten umzusetzen.
Im Jahre 1849 wurde Kolping Domvikar in Köln; er gründete im gleichen Jahr mit sieben Handwerksburschen den Kölner Gesellenverein.
Aus dem ersten Gesellenverein wurde ein weltweites Werk, welches heute eine Mitgliederzahl von einigen Hunderttausenden aufweist.
Den jungen St. Pöltner Gesellenverein besuchte er am 29. und 30. Mai 1856.
Kolping machte auf die Jugend einen besonderen Eindruck, wie einer der sieben Gesellen über ihn folgendes berichtet: "Wir kannten ihn nicht, aber es ging etwas Eigenes von ihm aus. Wenn er sprach, hingen wir an seinem Munde - so hatte noch keiner zu uns gesprochen. Er hat eine halbe Stunde geredet, und wir saßen da wie kleine Kinder und weinten. Es war unmöglich die Fassung zu bewahren."
Adolf Kolping starb am 4. Dezember 1865 im Alter von 52 Jahren. Sein Denken zeigt sich am besten in der Inschrift der Grabstatt, welche nach seinem Wunsch folgende Worte trägt: "Hier ruht Adolf Kolping, geboren zu Kerpen am 8. Dezember 1813, gestorben zu Köln am 4. Dezember 1865. Er bittet um das Almosen des Gebetes."
Der große Gedanke Adolf Kolpings "Religion und Arbeit sind der goldene Boden des Volkes" hat heute noch genauso Gültigkeit.
Seliggesprochen wurde Adolf Kolping am 27. Oktober 1991 in Rom. Der jährliche Festtag ist am 4. Dezember.
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